European Vegetarian Union News - Switzerland
Bericht aus der Schweiz
Aus EVU-News, Ausgabe 4/1996
In der Schweiz gibt es einige sehr aktive Gruppen (meistens bestehend aus jungen, veganen Aktivisten), die sehr gute Aufklärungsarbeit leisten in Bezug auf die Ausbeutung von Tieren.
In dieser Ausgabe der EVU News möchte ich zwei unserer Mitglieder vorstellen. Eines aus der Französischen Schweiz, ARA, wo Christina Maier (Die "Schweizer Brigitte Bardot" von einigen Journalisten genannt) sehr aktiv ist und das "Centro di documentazione Animalista" (CDA) im italienisch sprechenden Tessin, wo Max Molteni und Tanya Tralamazza sehr mit einer ähnlichen Arbeit beschäftigt sind.Max Molteni arbeitet beim staatlichen Rundfunk der Italienischen Schweiz und hat schon einige sehr informative Programme zu entsprechenden Themen realisiert. Beide Gruppen waren an der Jahreshauptversammlung zugegen, wo wertvolle Beziehungen für eine Zusammenarbeit entstanden.
SDL
Centro di documenzione Animalista (CDA)
Unser Zentrum wurde gegründet, als eine Gruppe von jungen Mitgliedern der Schweizerischen Gesellschaft gegen die Vivisektion es für notwendig hielten, sich regelmässig zu treffen und gemeinsam nicht nur gegen Tierversuche zu kämpfen, sondern auch die Ideen über die Rechte der "nichtmenschlichen Tiere" zu verbreiten. Die Vivisektion ist eines der schrecklichsten und unnötigsten Verbrechen, das die Menschheit gegen ihre Mitgeschöpfe begeht. Darum gründeten wir im Oktober ein Zentrum, wo wir Info-Material sammeln (Bücher, Zeitschriften, Videos etc.) über Vegetarismus, Pelze, Stierkämpfe, Zirkusse, Zoos, Jagd usw..
Wir Aktivmitglieder treffen uns alle 2 Wochen um unsere Aktivitäten zu koordinieren. Wir arbeiten mit verschiedenen italienischen Gruppen zusammen. Im Zentrum verkaufen wir Shirts, Stickers und Posters. Damit können wir unsere Auslagen decken. Fast jede Woche kommen Schüler und Studenten ins Zentrum, die Informationen und Material für ihre Schularbeiten brauchen. Immer mehr Studierende wählen ein Thema, das mit Tierrecht zu tun hat. Für diese Leute sind wir dank unseres Materials und unseres Wissens eine sehr wert volle Hilfe, die wir gern unentgeltlich geben. Das Zentrum in Lugano, Via Sonvico 1, ist jeden Montag von 20.30 -22.30 für das Publikum geöffnet. Für eine Kontaktaufnahme bitte die folgende Adresse benutzen:
Tanya Tralamazza
Centro di documentazione Animalista
Via Paradiso 4, 6500 Bellinzona, Switzerland
Tel. +41 91 825 94 48; E-Mail:
Action pour le Respect des Animaux
Die Schweizer Gruppe ARA, die in der Französischen Schweiz wegen ihrer führenden Rolle in der kürzlich erfolgreichen Anti-Pelz-Kampagne sehr bekannt ist, und deren Mitglieder alle Vegetarier sind, hat seit dem Beginn der BSE-Epidemie im letzten April fast alle Aktivitäten auf den Vegetarismus konzentriert.
"Vie aux vaches" (Das Leben den Kühen)
Es gab eine Krise in der Schweiz, als die Regierung verlangte, 230’000 Kühe zu schlachten, um BSE auszurotten und "das Vertrauen der Konsumenten ins Fleisch wieder herzustellen". Nach dieser Entscheidung lancierte ARA in Lausanne die Petition "Vie aux vaches" zugunsten eines grünen Zufluchtsortes für die unschuldigen Kühe. Die Aktion erhielt Unterstützung von der französischen (vegetarischen) Philosophin Florence Burgat und der World Hindu Federation (WHI), die von ARA kontaktiert worden war. Die WHI tat viel mehr, indem sie der Schweizer Regierung anbot, die 230’000 Kühe nach Nepal zu bringen. Dieser Vorschlag hatte ein sehr starkes Echo in den Schweizer Medien. Bei der Gelegenheit wurde ARA im Fernsehen interviewt. ARA nahm auch an einer Demonstration gegen das Schlachten der Kühe teil.
"Es ist so einfach, ohne Fleisch zu kochen"
Zur gleichen Zeit organisierte ARA mehrere Strassenstände, um Werbung für den Vegetarismus zu machen. Eine grosse Anzahl Flugblätter und Stickers wurden verteilt. ARA hat auch Aktionen von anderen Organisationen unterstützt, die sich für den Vegetarismus einsetzen. Eines der erfolgreichsten Flugblätter war die Liste: "Es ist so einfach, ohne Fleisch zu kochen!" Es handelt sich um eine Liste von Fleischersatzprodukten (Vegi Burger, Tofu Würstchen usw.), die auf dem Markt sind. Diese Liste wurde besonders von Müttern geschätzt, die über Gesundheitsprobleme beim Fleischkonsum sehr besorgt sind, und die Alternativen suchen. In mehreren Zeitungsartikeln wurde über diese Aktivitäten berichtet, und ARA wurde zum Thema Vegetarismus im Radio interviewt.
André Gasser, der Präsident der ARA und auch Mitglied der Kantosregierung, sprach im Parlament über den Vegetarismus, mit dem Ergebnis, dass bei offiziellen Essen nun jeweils mindestens ein vegetarisches Menü angeboten wird.
Anfragen bitte an: ARA,c/o Christina Maier, 5 Chemin Pidou, 1007 Lausanne,
Schweiz
Tel./Fax: +41 21 616 8182
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